Wissenschaftliches Programm online
Das wissenschaftliche Programm ab sofort verfügbar ... hier klicken
Einladung
Diabetes – Dialyse – Wundbehandlung,
frei nach Gabriel García Márquez (Crónica de una muerte anunciada 1981), beschreibt
diese Verknüpfung „die Chronik eines angekündigten Beinverlustes“.
Medizinpolitisch wurde das Problem des Beinverlustes bereits 1989 erkannt, als
man in der Deklaration von San Vincente eine Halbierung der Amputationsrate
bei Diabetikern innerhalb von 5 Jahren forderte. Die Umsetzung blieb aus. In
Deutschland werden jährlich bis 30000 Amputationen bei Diabetikern vorgenommen,
davon etwa die Hälfte oberhalb des Sprunggelenkes. Hinzu kommen
über 8000 neue Dialysebehandlungen pro Jahr auf der Basis einer diabetischen
Nephropathie.
Eine meist plötzlich entstehende Wunde bringt medizinische Probleme und
persönliche Nöte mit sich. Das Stagnieren der Wundheilung lässt die Hoffnung
auf ein „happy end“ für Betroffene und Behandelnde schwinden. Den Ausweg
aus diesem deprimierenden Teufelskreis schafft selten einer alleine. Da vielen
chronischen Wunden häufig eine Durchblutungsstörung zugrunde liegt, ist die
frühzeitige Einschaltung der Gefäßmediziner erforderlich.
Es wird deutlich, dass die Behandlung der chronischen Wunde eine interdisziplinäre
und interprofessionelle Vernetzung benötigt. Dieses Netz hat in Deutschland
regional sehr große Maschen, ist noch brüchig und die Knoten sind meist nur
Eingeweihten bekannt. Zu viele Patienten fallen durch das Raster. Können eine
akkreditierte Ausbildung, die Erstellung von Leitlinien und die Zertifizierung von
Wundzentren das Netz festigen? Können Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen
und Kongresse die Maschen enger und das Netz sichtbarer machen? Es liegt an
uns Behandelnden zu kooperieren und eine Lobby für sie aufzubauen.
 Koblenz: Deutsches EckIn diesem Sinne laden wir Sie ein nach Koblenz – „Konfluentes“ – der Stadt in der
Rhein und Mosel sich vereinen – zur 11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
für Wundheilung und Wundbehandlung zusammen mit dem 2. Wundkongress
Koblenz, der Kommission für Wundheilung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie
– Gesellschaft für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie, der AG
Wundheilung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, der Gesellschaft
Deutschsprachiger Lymphologen (GDL), dem Berufsverband Deutscher Dermatologen
(BVDD), dem Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD)
sowie dem Wundverbund Nordwest und dem Wundverbund Südwest.
PD Dr. med. Gunnar Riepe Gefäßchirurg
Dr. med. Markus Schneider Angiologe, Diabetologe DDG
Ltd. Ärzte des Zentrums für Gefäßmedizin und Wundbehandlung
Stiftungsklinikum Mittelrhein Boppard Koblenz Nastätten
Kongresspräsidium 11. Jahrestagung der DGfW
|